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 DNS-Funktionsweise

DNS steht für Domain Name Services. Die Eigentliche Aufgabe eines DNS-Servers besteht darin, auf Anfrage bestimmte Adressen auf sogenannte IP's zu übersetzen. Um dies zu verstehen, hier ein Beispiel:
Will ich mir die Seite http://www.onkelpeter.de/ anzeigen lassen, so schickt mein Browser die Anfrage als erstes an einen DNS-Server. dieser schickt die genaue Adresse der Servers, auf dem sich die Internetseite befindet zurück. 217.212.123.123 - nun besucht mein browser diesen Server, in der Hinterhand noch die ursprüngliche URL (onkelpeter.de). Normalererweise kann man die IP auch direkt aufrufen. Bei grösseren Präsenzen ist das so, da sich auf deren Server nur diese eine Domain befindet. Jedoch sind viele Internetseiten auf sogenannten Shared-Hosts, was nichts anderes bedeutet, dass viele Internetseiten unter der gleichen IP (dem gleichen Server) zu erreichen sind. Würde man einfach die IP direkt im Browser angeben, so kommt ein Error 400, da der Server nicht weiss, welche der gespeicherten Internetseiten er anzeigen soll. Dies ist auch meistens bei Domainumzügen das grösste Problem; der Speicherpfad zur Seite wird nach einem Umzug direkt aus der Konfiguration eines solchen Web-Servers gelöscht, was dann zur Folge hat, dass beim aufruf des alten Servers ein Error 400 erscheint (bad request). Wenn nun Benutzer zum Teil den neuen Server erreichen, zum Teil aber auch den alten, der dann einen Error 400 zurückgibt, da die Konfiguration für die Domain auf diesem ja nicht mehr existiert, liegt dies an den DNS-Servern, die manchmal die alte, manchmal die neue IP ausliefern. Dies hat mit dem sogenannten Caching bei Nameservern zu tun. Damit Anfragen schneller verarbeitet werden können, ist es DNS-Servern erlaubt, eine bereits ermittelte IP einer Domain 24 Stunden lang zu Cachen (speichern). Da nicht jeder den gleichen DNS-Server benutzt kann, ist es also möglich, dass Anfragen zum Teil auf den neuen Speicherplatz, zum Teil aber auch noch auf den alten Speicherplatz auflaufen, ist abhängig davon, wann der Cache des DNS-Servers ungültig weird und dieser erneut die IP auflösen muss.

Domainnamen werden dabei immer von rechts nach links aufgelöst. Zuerst kommt die sogenannte TLD (Top Level Domain). Das kann sein de, com, net, org, um nur mal einige der am häfigsten genutzten aufzulisten (mehr dazu kann man unter Screenshots, TLD's einsehen). DNS-Server gibt es in verschidenen Grössenordnungen. Weltweit gibt es ca. 13 dieser sogenannten ROOT-DNS-Server - die Zahl kann auch etwas grösser geworden sein :o). Zu erreichen immer unter a.root-servers.net, b.root-servers.net, c.root-servers.net, und so weiter... Diese kennen nur die Server, welche für die einzelnen TLD's zuständig sind. So werden .de Domains z.B. auf einem anderen Server (beim DENIC) gespeichert, als z.B. tv-Domains. Subdomains hingegen wiederum auf anderen DNS-Servern. Für jede Domain werden hierbei mehrere Einträge erstellt:
Ein CNAME-Record (das www. oder mail. oder ftp. als Subdomain), (mindestens!) ein MX-Record (sagt aus, welcher Server die Emails der Domain empfängt), dann natürlich Einträge für (falls vorhanden!) Subdomains (kann auch ein Wildcardeintrag sein, also *.domain.tld) sowie eine Email-Adresse, unter der man den verantwortlichen für den DNS-Server erreichen kann. Meistens jedenfalls :o). Dies wird in einer sogenannten Zonen-Datei abgespeichert (Dateiname endet auf .zone, deshalb die Bezeichnung Zonen-Datei). Für jede Domain existiert in der Regel eine eigene Zonen-Datei. Zudem existiert auch noch eine Zonen-Datei in der der Reverse-Lookup gespeichert wird. Dieser ist für das genau umgekehrte Prinzip zuständig: führt man den Befehl "nslookup IP-Adresse" aus, so wird der zur IP-Adresse zugehörige Domainnamen ausgegeben. Um einen DNS-Server abzufragen nutzt man (tut nur unter Linux!) den dig-Befehl. dig onkelpeter.de any gibt z.B. alle einträge zur Domain onkelpeter.de aus. Wenn man das any durch mx ersetzt, werden nur die MX-Records ausgegeben. Für Windows kenne ich leider keinen direkten Befehl, um das abzufragen. Anschliessend eine Kurze Erklärung der verwendeten und/oder oft gefragten Begriffe.

Glossar
Kurzbezeichnung Beschreibung
Owner Domain-Eigner. Kann vom Admin-C abweichend sein.
Admin-C Administrativer Kontakt. Der Ansprechpartner für Administrative Fragen zur Domain. Kann vom Owner abweichen.
Tech-C Technischer Kontakt. Ansprechpartner in technischen Fragen zur Domain. Meist der Provider.
Zone-C Zonen Kontakt. Ansprechpartner zu Fragen der Domain-Zonen-Verwaltung. Zuständig hauptsächlich für Zuordnung von Domain zur IP.
NS-Record Die IP des Verantwortlichen DNS-Servers für die Domain.
CNAME-Record Liefert einen alias-Namen für die Domain soweit mehrere zugewiesen sind. Beispiel den gängigsten: www.domain.tld wird wie domain.tld behandelt, ist also ein alias. Der CNAME-Record wäre in diesem Fall also das "www".
MX MX ist die Abkürzung für Mail-Exchange. Dies ist die IP-Adresse des Servers, welcher für die Mailauslieferung der Domain verantwortlich ist.
MX-Relay Ein Server, der die Emails spoolt (speichert), falls der normal benutzte (primäre) MX-Server nicht reagiert (z.B. down oder überlastet ist).
Handle Vereinfachungen (Kurzbezeichnungen) von Daten der Domain, die Provider nutzen zum Austausch untereinander.





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